Liebe Frauen in den Zehlendorfer Gemeinden,
liebe Gäste auf unserer Homepage!

Der Plan 2009 im Erzbistum Berlin ist erfüllt und abgeschlossen. Viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Ordinariat und in den Gemeinden sind entlassen worden, vorort fehlen die Menschen, die sich um Sakristei, Heizung und Gartenkümmern, im Pfarrbüro erste Anlaufstelle sind und die Orgel zum Lob Gottes erklingen lassen.
Die fusionierten Gemeinden müssen sich neu finden und entdecken, was sie ausmacht. "Gutwillige" Gemeindemitglieder, die sich jahrelang über das normale Maß hinaus engagiert haben, besuchen die Gottesdienste in anderen Gemeinden und arbeiten in ihrer knappen Freizeit in anderen Einrichtungen und Initiativen mit.
Die wenigen Priester und hauptamtlichen MitarbeiterInnen müssen sich neu orientieren, ihre Arbeit anders aufteilen, effektiver gestalten. Sie stellen sich

Fragen wie: was ist meine Rolle hier als Seelsorgerin, wie zeigt sich meine priesterliche Identität in dieser Großpfarrei mit zwei Kitas, drei Gottesdienststellen und einem zerstrittenen Pfarrgemeinderat? Soweit die Situationsbeschreibung!

Aber, was ist zu tun, um als Christ/ in seinen Glauben zu leben?

In der Katholischen Studierendengemeinde Edith Stein hatten Ende Mai unseren neuen Weihbischof Dr. Matthias Heinrich eingeladen zum Thema "als Christ/in und Student/in in der multikulti Stadt Berlin leben." Ein Gedanke von ihm zu einem christlichen survival lautete sinngemäß:

Ich brauche:

Eine persönliche Beziehung kann ich - fast allein - aufbauen im Gebet und in der Anbetung vor dem Allerheiligsten. Für eine Gemeinschaft - auch wenn sie noch zu klein ist - brauche ich Menschen, die ein ähnliches christliches Wertesystem haben wie ich und mit denen ich auf der Suche bin nach Gottes Spuren in unserem Leben. Eine geistliche Verortung ist für mich eine konkrete Kirche, in der ich zum Gottesdienst gehe oder eine geistliche Ausrichtung wie die Lebensweise des Hl. Franziskus. Durch die Veränderungen sowie in der Gesellschaft und als auch im Privatbereich und durch die gemeindlichen Umwälzungen ist es vielleicht schwieriger aber nicht unmöglicher geworden, seinen Glauben zu leben. Es kommt noch mehr auf die Eigenverantwortung des Einzelnen an, weil Gemeinde vor Ort nicht mehr so selbstverständlich ist.

Ich wünsche uns allen die spürbare Erfahrung, dass wir einen Glauben haben, der uns trägt und nicht von uns getragen werden muss.

Herzlichen Gruß!
Jutta Blümel




| Home | Kontakt |